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Das Pfettendach

Der Unterschied zwischen dem Sparren- und dem Pfettendach liegt in der Tatsache, dass die Sparren beim Pfettendach auf so genannten Pfetten aufliegen. Man unterscheidet dabei First-, Mittel- und Fußpfetten. Erst bei Spannweiten über 10 m werden Mittelpfetten notwendig, deren Lasten über Stützen abgeleitet werden. Bei der Grundrissplanung des Dachgeschosses müssen sie deshalb berücksichtigt werden. Man spricht dann auch von einem zweifach oder bei noch größeren Spannweiten von einem dreifach stehenden Stuhl.

Das statische System

Anders als beim Sparrendach üben die Sparren beim Pfettendach keine Horizontalkräfte aus. Daher müssen nicht zwangsläufig Sparrenpaare gebildet werden. Die Möglichkeit Sparren zu versetzen erleichtert unter Umständen den Einbau von Dachfenstern und Schornsteinen.
Die entstehenden Vertikalkräfte werden über die Pfetten in Wände und Stützen eingeleitet.

Pfettendach

Typische Merkmale

  • für Dachneigungen ab 30° geeignet
  • freie Sparrenlänge max. 5 m
  • bei Spannweiten über 10 m werden Mittelpfetten erforderlich
  • Sparrenabstände 75-100 cm
  • Die Dachausbildung ist auch bei sehr verwinkelten Grundrissen problemlos möglich.
  • Dachüberstände sind einfach zu realisieren.
  • Die Ausbildung eines Drempels (Kniestock) ist beim Pfettendach üblich. Dadurch kann die nutzbare Fläche unter dem Dach vergrößert werden.
  • kein stützenfreier Dachraum (Stützen müssen zur Lastabtragung auf darunter stehenden tragenden Wänden angeordnet werden.)


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Weihnachten 2016
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